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05. Dezember 2007 | 0 Kommentare
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Google bald nicht mehr in Deutschland erreichbar?

google.jpg In den letzten Wochen ging ein Aufschrei – hauptsächlich – durch die . Der Internetprovider Arcor hat im vorauseilenden Gehorsam einige Pornoseiten gesperrt (u.a. .com und youporn.com), auf Wunsch eines Wettbewerbers in der , der seine Umsätze flöten gehen sah. Es gab zwar kein Urteil, aber Arcor sperrte trotzdem.
Jetzt hat die Huch Medien GmbH, vertreten durch Tobias C. Huch – auch Robin Huch genannt, beim Landgericht Frankfurt einen Eilantrag gestellt. Er möchte, dass Arcor jetzt auch Google.de und Google.com sperrt – da Google bei Eingabe von sexuellen und pornografischen Suchbegriffen Ergebnisse in der Bildersuche liefert, welche jugendgefährdend seien. Er möchte mit diesem Antrag aufzeigen, wie sinnlos eigentlich Sperrungsverfügungen sind und erhofft sich durch einen Richterspruch mehr Sicherheit für die .
Im Prinzip ist ja gegen eine solche Aktion nichts einzuwenden, wenn dieses durch einen seriösen Geschäftsmann geschehen wäre. Aber Tobias Huch ist für seine Selbstbeweihräucherung und Überheblichkeit bekannt. Noch vor wenigen Tagen ist er bei einer RTL Reportage aufgetreten und hat mit seinem neuen Porsche angegeben und das die Spritpreise noch viel zu günstig seien. Auf der Frontscheibe prangerte Werbung für das “Private only” – mit welchem er ja laut seiner Aussage nichts zu tun hat.
Viele großmundig angekündigte Aktionen sind im Sande verlaufen.

Auch in den Webmasterforen “Jaginforum” und “Pornhulk” folgen – nach anfänglichen Lobhudeleien – mittlerweile kritische Stimmen über diese aktuelle Aktion von Tobias Huch. Was wäre, wenn das LG dem Antrag statt gibt und Google wirklich gesperrt werden muss? Was ist, wenn Google möglicherweise freiwillig entsprechende Einschränkungen an den Suchergebnissen vornimmt? Google ist dafür bekannt, möglichst Ärger aus dem Weg zu gehen. Schon heute werden bei Google nicht mehr in den Suchergebnissen angezeigt, weil die örden entsprechende Anträge bei Google stellen. Zensur gibt es also schon länger bei Google.
Die deutsche Justiz ist ebenfalls dafür bekannt, Urteile zu sprechen, die niemand logisch nachvollziehen kann. Was würde also in so einem Worst Case passieren? Was ist, wenn die Richter dem Antrag folgen und ebenfalls “systematisch begangene schwere Straftaten auf den google.de und google.com” erkennen? Das LG Frankfurt ist bis jetzt das einzige , dass die oben genannte Sperrungsverfügung für richtig erachtet und Arcor mittlerweile dazu verurteilt hat, YouPorn.com nicht mehr zugänglich zu machen. Andere Gerichte haben dieses abgelehnt. Zwar hat Arcor mittlerweile Einspruch eingelegt, aber was dabei herauskommen wird, ist noch unklar.

Bleibt zu hoffen, dass die Huch Medien GmbH sich diesmal nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt hat und der Schaden nachher höher ist als der Gewinn.

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Kategorie: AktuellesRecht & Gesetz

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